Plankton

Plankton
Der Begriff Plankton stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „das Umherirrende“. Er geht auf den Kieler Meersforscher Victor Hensen zurück. Dieser führte bereits im Jahre 1887 die Bezeichnung Plankton für sämtliche, in der Wassersäule mehr oder weniger passiv driftende Organismen ein.
Zwar können sich viele Plankter aktiv fortbewegen, gegen Wellen und Strömungen jedoch kommen sie nicht an. Im Gegensatz dazu werden frei umherrschwimmende Lebewesen, die auch gegen Strömungen anschwimmen können, als Nekton (gr. nektós = schwimmend) bezeichnet. Hierzu zählen pelagische Tintenfische, Fische und Meeressäuger. Die Grenze zwischen Plankton und Nekton ist natürlich fließend. So können viele kleine Jungfische und große pelagische Krebse wie der Krill zwar gegen schwache, nicht aber gegen starke Strömungen bestehen.
Die von Hensen eingeführte Definition umfaßt eine schier unüberschaubare Vielzahl von Organismen. Planktologen unterscheiden daher je nach Ernährungsweise, Größe, Lebenszyklus oder Tierart verschiedene Gruppen. So gibt es beispielsweise Zoo-, Phyto-, Bakterio-, Myko- und selbst Virioplankton. Insbesondere die Übergänge zwischen Phyto- und Zooplankton sind dabei oft fließend, da manche Einzeller sich sowohl autotroph (durch Photosynthese), als auch heterotroph ernähren können. Zum Zooplankton gehören zahlreiche Winzlinge, aber ebenso zentimeterlange Fischlarven, Salpen und Quallen! Die beiden letzteren werden teilweise wegen ihrer Größe auch als Makro- oder Megaplankton bezeichnet.
Als einer der größten Vertreter des gelantinösen Zooplanktons gilt die Feuerqualle Cyanea capillata. In isländischen Gewässern wurden schon Exemplare mit einen Schirmdurchmesser von zwei Metern und einer Tentakellänge von über 30 Metern angetroffen. Recht beachtlich für einen Planktonorganismus!
Wie groß das gesamte Artenspektrum an Planktern im Süß- und Seewasser ist, kann zur Zeit noch niemand sagen. Die Anzahl der derzeit bekannten marinen ein- und mehrzelligen Phytoplankter liegt bei etwa 6000; weiterhin schätzen Fachleute, dass im Meer über 50.000 mehrzellige Zooplanktonarten vorkommen; Wie umfangreich die übrigen Gruppen sind ist noch nicht abschätzbar. In der Ostsee konnten Forscher bislang etwa 1800 Phytoplankton- und über 1000 Zooplanktonarten nachweisen.

Alle Rechte am Bildmaterial dieser Website sind vorbehalten. Preise für einzelne Verwendungszwecke und Größen auf Anfrage. Wir bieten nichtexklusive Lizenzen zur einmaligen, redaktionellen oder kommerziellen Nutzung an.
Für alle von der Ostseestation Priwall angebotenen Bilder gilt: Jegliche Nutzung von Bildern und Bilddetails ist nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung durch die Ostseestation Priwall erlaubt. Bei unberechtigter Bildverwendung wird vorbehaltlich der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen ein Mindesthonorar in 5-facher Höhe des üblichen Nutzungshonorars fällig.